So wechselst du deine Reifen richtig

Kfz & Werkstatt
25.09.2025 · 3 Min Lesezeit
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Der Räderwechsel ist eine der wichtigsten Wartungsaufgaben deines Fahrzeugs und ein essentieller Bestandteil der Fahrzeugpflege. Gerade mit dem Wechsel der Jahreszeiten ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Räder zu überprüfen und gegebenenfalls zu wechseln. Aber wie funktioniert das eigentlich richtig? In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir, was du beim Räderwechsel beachten sollst, wann der richtige Zeitpunkt ist und wie du diesen selbst durchführen kannst.
Warum ist der Räderwechsel so wichtig?
Der Räderwechsel dient in erster Linie der Sicherheit. Besonders in den Übergangsmonaten – von Sommer auf Winter oder umgekehrt – kann das Wetter stark schwanken. In Österreich ist es gesetzlich vorgeschrieben zwischen 1. November und 15. April witterungsabhängige (situative) Winterreifen für Pkws zu verwenden. Diese bieten auf Schnee, Eis und bei kühleren Temperaturen deutlich mehr Grip und Sicherheit als Sommerreifen. Umgekehrt gilt im Sommer: Mit Sommerreifen hast du eine bessere Haftung auf trockenen und nassen Straßen bei wärmeren Temperaturen.
Aber nicht nur saisonale Wechsel sind wichtig. Auch bei beschädigten oder abgenutzten Reifen solltest du handeln. Eine regelmäßige Kontrolle der Profiltiefe und des Reifenzustands verhindert unnötige Gefahren und verlängert die Lebensdauer deiner Reifen.
Der richtige Zeitpunkt für den Räderwechsel
Der ideale Zeitpunkt für den Räderwechsel hängt in erster Linie vom Wetter ab. Winterreifen sind zwischen 1. November und 15. April gesetzlich vorgeschrieben, da es in diesen Monaten zu gefährlichen Witterungsverhältnissen kommen kann:
Winterreifen: Diese sollten montiert werden, wenn die Temperaturen konstant unter 7 Grad Celsius fallen. Winterreifen haben bei Kälte und Nässe besseren Grip als Sommerreifen und sind für Eis- und Schneefahrbahnen optimiert.
Sommerreifen: Sobald die Temperaturen über 7 Grad Celsius steigen, sollten Sie auf Sommerreifen wechseln. Diese bieten auf trockenen und nassen Straßen bei höheren Temperaturen eine bessere Haftung und kürzere Bremswege als Winterreifen.
Die „O bis O“-Regel (Oktober bis Ostern) ist ein beliebter Anhaltspunkt für den Wechsel der Reifen. Diese Regel besagt, dass du deine Winterreifen bis Ostern auf dem Fahrzeug lassen, und ab Ostern auf Sommerreifen wechseln solltest.

Den Räderwechsel selbst durchführen – So geht's
Für viele Autofahrer ist der Räderwechsel ein notwendiges Übel, das viel zu oft aufgeschoben wird. Aber mit ein bisschen Übung und dem richtigen Werkzeug kannst du diesen schnell und einfach selbst durchführen. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Benötigte Materialien:
Wagenheber
Radkreuz oder Drehmomentschlüssel
Unterlegkeile
Sommerreifen bzw. Winterreifen
Handschuhe (optional)
Schritt 1: Vorbereitung
Stelle dein Auto auf einer ebenen Fläche ab und ziehe die Handbremse an.
Setze Unterlegkeile hinter die Räder, die am Boden bleiben, um das Auto zu stabilisieren.
Hole dir alle nötigen Werkzeuge und die Reifen/Räder zum Austauschen. (Dabei auf die Laufrichtung achten)
Schritt 2: Lockern der Schrauben
Bevor du das Auto anhebst, die Radschrauben leicht mit dem Radkreuz oder Drehmomentschlüssel lockern. Darauf achten, dass die Schrauben im Kreuzmuster gelockert werden, um Verzerrungen des Rads zu vermeiden. Die Schrauben nicht ganz abschrauben, sondern nur lockern.
Schritt 3: Anheben des Fahrzeugs
Den Wagenheber an der vorgesehenen Stelle ansetzen (siehe Handbuch des Fahrzeugs) und das Auto anheben, bis das Rad in der Luft schwebt.
Schritt 4: Räder abnehmen
Die lockeren Radschrauben entfernen und das Rad abnehmen. Darauf achten, das Rad richtig zu lagern, um es später wieder zu montieren.
Schritt 5: Räder montieren
Das neue Rad auf die Radnabe setzen und darauf achten, dass es richtig sitzt. Die Radschrauben im Kreuzmuster anschrauben, aber noch nicht zu fest.
Schritt 6: Absenken des Fahrzeugs
Das Auto langsam absenken, bis der Reifen den Boden berührt (noch nicht komplett absenken). Jetzt können die Radschrauben mit dem Radkreuz oder einem Drehmomentschlüssel mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden (meistens etwa 120 Nm).
Schritt 7: Fertigstellung
Die Schrauben nochmal nachziehen, wenn das Auto vollständig abgesenkt ist, um sicherzustellen, dass sie fest sitzen. Den Vorgang mit den anderen Rädern wiederholen.
Worauf solltest du noch achten?
Reifendruck prüfen: Vor und nach dem Reifenwechsel sollten Sie den Luftdruck der Reifen kontrollieren. Ein falscher Reifendruck kann sich negativ auf die Fahrsicherheit und den Reifenverschleiß auswirken.
Profiltiefe messen: Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe in Österreich beträgt 1,6 mm für Sommerreifen und 4 mm für Winterreifen. Für optimalen Grip sollte die Mindestprofiltiefe nicht unterschritten werden, besonders bei Winterreifen.
Reifenlagerung: Wenn du deine Reifen nicht direkt am Fahrzeug montierst, solltest du sie richtig lagern. Idealerweise bewahrst du die Reifen an einem kühlen, trockenen Ort auf und vermeidest direkte Sonneneinstrahlung.
Weitere Pflegetipps rund um Autos findest du in unserem Ratgeber: Professionelle Autopflege: Tipps für Frühling bis Winter
Mit ein wenig Vorbereitung und den richtigen Werkzeugen ist der Räderwechsel eine einfache und kostengünstige Aufgabe, die du selbst durchführen kannst. Es ist wichtig, auf die richtigen Reifen zur passenden Jahreszeit zu setzen, um die Sicherheit und Leistung deines Fahrzeugs zu maximieren. Wenn du regelmäßig deine Reifen auf Schäden oder abgenutzte Stellen überprüfst, kannst du zusätzlich die Lebensdauer deiner Reifen verlängern und für einen sicheren Fahrbetrieb sorgen.
Unser Tipp: Jetzt prüfen, ob alle Tools startklar sind damit der Räderwechsel zum Erfolg wird. Und wenn noch etwas fehlt? Dann kannst du das passende Material im ZGONC Online Shop und in unseren Filialen vor Ort kaufen. Gerne berät unser Fachpersonal dich dort auch persönlich.
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